Lovoo – das Dating-Portal aus Deutschland

Lovoo ist eines der populärsten Flirt-Portale der Deutschen und kommt auch direkt von dort. Der Hauptsitz vom gleichnamigen Unternehmen Lovoo GmbH befindet sich in Dresden. Das soziale Netzwerk Lovoo lässt sich als App kostenlos installieren und das Hauptprinzip ist das Kennenlernen anderer Menschen in der eigenen Nähe – und ideal mehr als nur das. Lovoo gehört zu eines der meist heruntergeladenen Apps Deutschlands im Bereich soziale Netzwerke innerhalb des App Store, des Amazon Shop und dem Play Store.

Von „Kiss2go“ zu Lovoo

2011 veröffentlichte eine achtköpfige Gruppe die mobile Dating-App „Lovoo“. Bevor dies jedoch getan werden konnte, gab es einige interessante Ereignisse. Die Flirt-App wurde zuerst „Kiss2go“ genannt und sollte unter diesem Namen erfolgreich werden. Der Radiosender „Kissfm“ sah dies jedoch als „Namensklau“und um einen Rechtsstreit zu vermeiden, wurde die App von den Gründern umbenannt. Dass das Wort „Love“im neuen Namen steckt, ist wohl offensichtlich. Aber wie daraus „Lovoo“ zum App-Namen wurde, ist eine witzige Geschichte. Angeblich habe ein Hunde-Jaulen in einem Werbespot wie „Lovoo“ geklungen – und so wurde er zum Namensgeber.

Ein Jahr nach Veröffentlichung der Flirt-Anwendung bekam sie sogar den „Show your App Award“ bei der Verleihung auf dem „M-Day“ in Frankfurt am Main. Ebenfalls 2013 wurde die Lovoo GmbH ein Teilnehmer des „Silicon Valley Accelerator Program“ mit dem Ziel zukünftig in den USA eingeführt zu werden.

Übersicht
Gründungsjahr2006
Mitglieder über 40 Millionen
Mitglieder aus Deutschland15 Millionen
Geschlechterverteilung64% Männer und 36% Frauen
AltersverteilungDie meisten sind zwischen 18 und 34 Jahren

Stark besucht und kostenlos für Frauen

Laut der Website „Singleboersen-Vergleich“ gab es 2016 durchschnittlich 260.000 Besuche in der Community täglich. Vom Gründungsjahr bis 2016 verzeichnete die Dating-App Lovoo über 40 Millionen Mitglieder insgesamt -davon 15 Millionen aus Deutschland. Berlin, München und Hamburg sind am stärksten vertreten. Ungefähr 2 800 000 User kommen aus Österreich und der Schweiz. Lovoo kann in Spanisch, Deutsch, Französisch und Englisch installiert werden um für alle User attraktiv zu sein – seit zwei Jahren gibt es die App sogar zusätzlich in Portugiesisch und Italienisch. Frauen zahlen nichts und können sogar die Premium-Funktionen „Sehen, wer Sie mag“ und „Besucher freischalten“ nutzen ohne extra zu zahlen.

Geschlechter- und Altersverteilung sorgte bereits für negative Auswirkungen

64% Männer und 36% Frauen sind auf Lovoo auf der Suche nach interessanten Flirts. Dies macht deutlich, dass es einen auffälligen Männerüberschuss gibt – für Flirt-Apps nicht unbedingt ungewöhnlich. Dazu kommt, dass Frauen die Dienste der Flirt-App vollständig kostenfrei nutzen können, Männer müssen hingegen etwas bezahlen. Diese Fakten schienen leider dazu zu führen, dass 2015 von Lovoo diverse weibliche Fake-Profile in die App einspielten um noch mehr Männer dazu zu bringen, für die App Geld auszugeben. Der Vorfall kam ans Licht – Lovoo entschuldigte sich und versprach die Entfernung der Fake-Profile. Ein bitterer Nachgeschmack ist jedoch geblieben und zwei der Gründer wurden sogar wegen Betrug verhaftet.

Die meisten User von Lovoo sind zwischen 18 und 34 Jahren, dabei sind die Männer durchschnittlich 18-24 und die Frauen 25 bis 35 – eine interessante Verteilung der Geschlechter. Nur vereinzelt sind die Herren der Schöpfung innerhalb Lovoos im Alter zwischen 35 und 44 Jahren. Zielgruppe der Flirt-App ist leicht erkennbar: die „Mobile Dating Generation“.

Wie funktioniert Lovoo?

Lovoo ist in seinen Funktionen ähnlich wie andere soziale Flirt-Netzwerke. Die Hauptfunktion ist der Live-Radar, der innerhalb der Umgebung die Suche nach potentiellen Partnern durchführt. Entfernung und Richtung werden zusammen mit dem Profil angezeigt. Mit der zusätzlichen Funktion „Feed“ können Fotos von Personen aus der Umgebung angezeigt werden und mit einem typischen „Like“ versehen werden. Auch die Chatfunktion sowie das „Followen“ ist bei Gefallen möglich. „Social Tagging“ gibt es ebenfalls. Durch das Tagging ist es möglich, Fotos nach gewissen Themen zu suchen.

Das „Matching“ als Funktion von Lovoo sorgt dann für den nötigen Fun-Faktor. Wie aus anderen Flirt-Apps bekannt, lassen sich beim Matching Fotos anderer Profile mit einfachen Wisch-Bewegungen auf dem Display zu bewerten. Gefallen sich zwei Personen gleichzeitig, entsteht ein Match. Die positiven Bewertungen des eigenen Profils werden automatisch auffällig angezeigt und das Chatten kann beginnen – oder Küsschen können einer anderen Person, die einem gefällt, zugeworfen werden.

Statistischen Daten des „Singleboersen-Vergleich“ zufolge, suchen bei Lovoo immerhin 23% die wahre Liebe. Ungefähr 14 % hingegen suchen nur lockere Bekanntschaften. Sogar 2% geben ehrlich an, ein Abenteuer zu suchen. Der größte Teil von 60% sagt aus, er habe sich rein aus Neugier angemeldet um erst einmal nur zu sehen, was sich so ergebe.

Um Lovoo zu nutzen ist lediglich eine kurze Anmeldung per Email, Twitter oder Facebook nötig. Zusätzlich benötigt der User nur eine Internetverbindung um mit dem PC von zu Hause aus oder einem mobilen Endgerät von unterwegs darauf zugreifen zu können. Chatfunktionen, der Flirt-Radar und die Profilbearbeitung ist für Frauen durchweg kostenfrei – Männer müssen zahlen, ansonsten sehen sie nur verschwommene Profilbilder von den Damen.

Der Anmelde-Prozess weist zusätzlich eine gute und sichere Voraussetzung auf: die verified Member-Ship. Innerhalb eines Sicherheits-Backups wurde diese Sicherheitsmaßnahme eingeführt, die zwar freiwillig bleibt, aber öffentlich anzeigt, ob eine Person ein verifiziertes Mitglied ist, sollte er sich für die Maßnahme entschieden haben. Um ein „verified Member“ zu werden, wird neben dem eigenen Profil auf „Profil verifizieren“ geklickt. Im Anschluss wird der Person ein Code angezeigt, den er auf einen Zettel per Hand schreiben muss. Danach fotografiert er sich (das Gesicht muss zu sehen sein) und den Zettel mit dem aufgeschriebenen Code. Die Mitarbeiter von Lovoo überprüfen dann innerhalb einiger Stunden, ob der Code auf dem Zettel und der, der zuvor angezeigt wurde, übereinstimmen und verleiht dem User dann den Titel des verifizierten Mitglieds.

Auch wenn diese Sicherheitsmaßnahme bereits Sicherheit gibt, sollte sich jeder Nutzer der Flirt-App dennoch darüber im Klaren sein, dass bereits bei Download der Anwendung alle Zugriffe auf das eigene Smartphone erlaubt werden – inklusive Fotos und Telefonbuch.

Refreshs und Launches für mehr Flirt-Spaß

Lovoo ist trotz Skandale im Bereich Sicherheit weiterhin bei seinen Usern sehr beliebt. Die Lovoo-Version ist bereits die dritte erneuerte Version und immer wieder gibt es Neuerungen. Neu eingeloggte Mitglieder können regelmäßig Features, die üblicherweise etwas kosten, gewinnen, wie zum Beispiel eine VIP-Premium-Mitgliedschaft für einige Wochen. Diese VIP-Mitgliedschaft ermöglicht einige nette Features für die zahlungswilligen Mitglieder oder die zuvor beschriebenen Gewinner. Wer bezahlt, erhält um das Profil einen hübschen goldenen Rahmen, kann täglich ohne Limit Matches sammeln (in der kostenlosen Version sind die Matches täglich begrenzt) oder im Ghost-Modus unsichtbar durch Profile stöbern. Zusätzlich gibt es noch die Top-Chat-Funktion, die ermöglicht, dass die eigene Nachricht beim anderen Geschlecht im Postfach, vor den Nachrichten der Konkurrenz angezeigt wird. Auch das hervorgehobene Profil in Suchlisten wird durch die Premium-Mitgliedschaft ermöglicht sowie eine kostenlose Lesebestätigung.

Das bietet Lovoo – zusammengefasst auf einen Blick

Die beliebteste Funktion ist und bleibt der 360Grad-Flirt-Radar. Der Radar sieht auch genauso aus wie ein echter Radar, was die Funktion sehr witzig macht. In der Umgebung scannt der Radar registrierte Nutzer und zeigt deren Profile an. Auf den Profilen sind neben Bildern auch kurze Antworten auf von Lavoo gestellte Fragen zu finden. Die Suche kann auf Kilometer-Entfernungen beschränkt werden indem innerhalb des Radars zoomt oder rauszoomt.

Die App ermöglicht einen übersichtlichen Blick auf die Chat-Anfragen, die aktiven Chats und die Chat-Kontakte. Auch Chat-Blocker wie in anderen sozialen Netzwerken werden angeboten, sollte jemand eventuell nicht auf dem Profil oder im Chat erwünscht sein. Hashtags ermöglichen Themen-Suchen und spezifische Profil-Angaben á la Twitter-Design. Wer weder „hastaggen“ will noch chatten, kann auch durch das Klicken auf „Umgebung“ einfach nur die Aktivitäten der umliegenden Profile betrachten. In-App-Credits ermöglichen ohne Verifizierung das unbegrenzte Anschreiben und Chatten.

Fotos, Fotos und noch mehr Fotos

Lovoo ermöglicht das Hochladen der eigenen Bilder bequem vom Handy aus. Auch als Selfie direkt über die Kamera ist das Erstellen eines Fotos möglich. Ebenso Fotoalben aus z.B. Instagram können die Bilder für das Lovoo-Profil liefern – natürlich auch aus Facebook. Neben dem Hauptbild, welches auch für das Bewerten, das zu Matches führen kann, nötig ist, können auch zusätzliche Fotos in das Album des Users hochgeladen werden.

Positives und Negatives bei Lovoo

Nach dem Eklat mit den Fake-Profilen ist dies nicht mehr vorgekommen bei Lovoo. Dennoch gibt es seitdem auch deutlich weniger Frauen als Männer. Leider fällt zudem negativ auf, dass die Anmeldungen nicht ganz so gut geprüft werden – viele junge User unter 18 schleichen sich ein.

Die Anmeldung funktioniert schnell und unproblematisch und der Flirt-Radar ist nicht nur witzig, sondern zeigt auch viele User in der Nähe an, die kostenfrei und schnell kontaktiert werden können. Manko: die kostenfreie Kontaktaufnahme in Form eines Chats führt auch zu vielen Mails an die eh schon zu wenigen Frauen – die Postfächer sind überfüllt und die eigene Nachricht an die ausgewählte Dame kann schnell untergehen. Positiv zu erwähnen ist der Live-Chat, der neben bloßem Nachrichtenschreiben auch das Chatten in Echtzeit ermöglicht.

Die Match-Funktion ist auch wie in anderen sozialen Netzwerk der spaßigste Teil beim Flirten über Apps. Durch leichtes Wischen auf dem Display wird gezeigt, wie die andere Person bei einem selbst ankommt – hot or not. Wird das eigene Profil als ansprechend empfunden, wird die Info darüber sofort mitgeteilt. Generell funktionieren die Benachrichtigungen sehr gut bei Lovoo. Jede neue Nachricht, jeder Flirt-Willige in der Nähe und jeder Interessent an der eigenen Person werden unverzüglich gemeldet.

Die Testseite singlebörsentest.net lobt zudem die technische Aktualität von Lovoo und nennt Lovoo sogar die beste Mobile-App.

Wer sich nicht verifizieren lassen möchte, wird die Begrenzung der Mails als störend empfinden. Werden dann mehr Credits gekauft, sind auch mehr Chats möglich – auch ohne Verifizierung.

Die Premium-Mitgliedschaft bereitet wirklich viel Spaß und kann schnell zu heißen Flirts führen. Frauen sind bei Lovoo am längeren Hebel – sie können durch die hohe Anzahl an Männern „frei wählen“. Jedoch birgt dies auch einige Gefahren – viele der Männer sind nur auf das Eine aus. Aber wer sich darüber im Klaren ist, wird eventuell unter der Vielzahl von Männern auch „den Richtigen“ finden können – die Suche kann nur etwas länger dauern.

Durch den Flirt-Radar können schnell Leute in der Umgebung gefunden werden und speziell an Sonn-und Feiertagen können hier zügig Dates stattfinden. Da der Flirt-Radar nur Singles in der nahen Umgebung anzeigt, finden sich Singles ohne große Entfernungen und müssen keine weiten Fahrten auf sich nehmen.

Besonderes Highlight: im Ausland gab es laut Erfahrungen von singlebörsentest.net positive Erfahrungen. Lovoo sorgte dort für nette Bekanntschaften insbesondere bei alleinigen Reisen zum Beispiel in den USA.

Für junge Leute ist Lavoo eine super Flirt-Plattform, denn es vereint schnelle Flirts, Kontakte in der Nähe und super bequeme Bedienung durch das Smartphone. Als Mann muss man schon einfallsreich sein und auffallen – da die Konkurrenz zahlreich ist und die Ladys bei Lavoo täglich sehr viele Anschreiben erhalten, da die Kontaktaufnahme kostenfrei ist und es eben weniger Frauen als Männer bei Lavoo gibt.

Wer aber einfallsreich, spontan und ohne Erwartungen an die Sache geht, kann bei Lavoo richtig Spaß haben – und im Idealfall auch einen Partner finden. Für wirklich ernsthafte Absichten ist Lavoo weniger geeignet. Durch die hohe Anzahl an jungen Menschen innerhalb der App ist ein Flirt, Sex oder eine Affäre eher das Ziel der meisten User. Die große Liebe ist hier eher nicht zu finden.

Das Match-Spiel, der Ghost-Modus, der Flirt-Radar, die Live-Chats, das Favorisieren von Profilen und auch die schnelle Kündigung der Premium-Version machen Lavoo zu einer der attraktivsten Flirt-Mobile-Apps. Auch die Anmeldung und Profil-Erstellung ist zügig und unkompliziert. Die männlichen App-Besitzer müssen leider monatlich Beiträge zahlen um alle Funktionen und die Profilbilder der weiblichen App-Besitzer sehen zu können. Dies könnte viele Männer ärgern – hält aber auch Faker ab, sich aus Belanglosigkeit anzumelden. Der Monatsbeitrag schreckt die meisten Leute davon ab.

Trotz des Skandals durch die absichtlich erstellten weiblichen Fake-Profile ist Lavoo mittlerweile recht sicher und hat sich gut von dem Skandal erholt. Das Verifizieren beim Anmelden ist eine gute Sicherheitsmaßnahme und mit etwas Bewusstsein dafür, dass bei Lavoo alles eingesehen werden kann, ist das Ganze auch mit einem guten Gefühl zu erleben.

Lavoo ist zum Spaß haben und Flirten eine tolle App und setzt keine komplizierten und umständlichen Voraussetzungen voraus. Durch die Geschlechterverteilung ist bei Lavoo das Motto eher „Quantität vor Qualität“ – aber mit etwas Geduld, Motivation und einer positiven Grundhaltung kann aus vielen Anfragen auch ein Chat werden – und daraus vielleicht auch mehr.

Singles in der Nähe, schnelle Chats, witzige Match-Spiele und viele Profile. Das ist Lavoo – eine der beliebtesten Flirt-Apps Deutschlands.